Veranstaltung: Leben und Wohnen im Dorf in Hillscheid; dann kam der Sturm

Um 12.00 Uhr wurden die Türen der Melchiades-Best-Schule in Hillscheid geöffnet und eine interessante Veranstaltung konnte beginnen. Weit über 50 Zuhörer hatten sich in der Schule eingefunden um Fachvorträgen zu neuen Wohnformen zu folgen. Im Anschluss an die tollen Fachreferate, insbesonders der Vortrag von Frau Theresia Brechmann aus Bielefeld zog die Anwesenden in ihren Bann, wurden die Ergebnisse der Wünsche-Box vorgestellt. Bei Kaffee und Kuchen wurde in lockerer Atmosphäre auch über die Ortskernbelebung von Hillscheid gesprochen und viele Ideen und Anregungen der Bürger aufgenommen.

Als die Veranstaltung ihren Höhepunkt gefunden hatte, setzte der Sturm ein. Gegen 15.00 Uhr gab es keinen Strom mehr in ganz Hillscheid, was die Veranstaltung jedoch nicht beeinflusste. Erst am späten Nachmittag waren dann die angereisten Gäste doch etwas besorgt, aber auch besonnen. Der Kontakt zu unserer Feuerwehr ergab, dass sämtliche Straßen nach Hillscheid durch umgestürzte Bäume gesperrt waren. Am frühen Abend konnte ich dann über die „Bembermühle“ nach Höhr-Grenzhausen fahren, im „Schlepptau“ viele Gäste und Zuhörer der Veranstaltung. Veranstaltung Leben und Wohnen im Dorf in Hillscheid

Mein erster Weg führte mich zur Feuerwehr. Dort besprach ich mit Wehrleiter Karl-Heinz Schmidt die Lage. Ich war froh, dass die Feuerwehr zumindest eine Straße („Mühleck“) nach Hillscheid freischneiden konnte. Zwischenzeitlich hatte die KEVAG (heutige evm* ergänzt 12.02.2016) auch wieder die Stromversorgung hergestellt. Über 20 Einsätze hatte die Feuerwehr an diesem Nachmittag geleistet. Souverän und ruhig waren die Männer und Frauen tätig, auch wenn mancher Autofahrer die freiwilligen Helfer beschimpfte weil die Straßen nicht geräumt waren. Mit einsetzender Dunkelheit beendete die Feuerwehr ihren Einsatz, die Straßen von Hillscheid nach Montabaur, Neuhäusel und Vallendar bleiben über Nacht gesperrt.

Der letzte Kontakt und mein letzter Weg an diesem Tag führte mich noch zu den Verbandsgemeindewerken. Dort traf ich Werkleiter Martin Schürg und gemeinsam konnten wir über eine Computerverbindung feststellen, dass die Kläranlage Hillscheid, trotz 3-stündigem Stromausfall, wieder in Betrieb war und keine Beeinträchtigungen der Abwasserbehandlung zu verzeichnen waren.

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