Kirchturmspolitik muss weg – Kommunalreform geht auch anders

Experte gegen Kirchturmsdenken
Experte gegen Kirchturmsdenken

Die Westerwälder-Zeitung berichtet heute über einen Expertenbericht im Kreistag. Dort hatte gestern Prof. Dr. Schlagheck einen Bericht zur Entwicklung im Westerwaldkreis vorgestellt und dabei die Überwindung des Kirchturmsdenkens gefordert.

Das trifft auch die Aussagen meiner gestrigen Rede im CeraTechCenter: „…auch wenn die vom Land angestrebte Gebietsreform unsere Verbandsgemeinde nicht beeinträchtigt und auch nie ernsthafte Ãœberlegungen hierzu angestellt wurden.
Andere Berichterstattungen sind zwar reißerisch zu lesen, aber haben sich letztlich als Seifenblasen entpuppt.
Also, Aufgaben müssen anders wahrgenommen werden. Wir werden Kooperationen mit Nachbarverwaltungen eingehen müssen, warum nicht mit Ransbach-Baumbach eine gemeinsam Touristinfo betreiben? Beide Verbandsgemeinden bemühen sich im Bereich der Keramik touristisch aktiv zu sein. Kirchturmspolitik wird uns im Bestreben um einen attraktiven Standort nicht nützen….

Lese ich dann noch die Berichterstattung zur Verbandsgemeinderatssitzung in Ransbach-Baumbach und die Idee von Herrn Hoffmann die beiden Verbandsgemeinden zu vereinen, kann ich nur sagen, dass wir zuerst einmal Zusammenarbeit in anderen Gebieten und Themen suchen sollten.  Die Bereitschaft hierzu ist vorhanden und es wird kein Thema ausgespart. Eins ist zu Bedenken, eine große Verbandsgemeinde mit 30.000 Einwohnern rückt auch ein ganzes Stück vom Bürger ab, auch hierzu darf ich aus meiner gestrigen Rede zitieren: „…dennoch, übergroße Verwaltungen oder Verbandsgemeinden führen nicht zu einer Stärkung der Bürgernähe. In Städten mit Ortsteilen fühlen sich die Bewohner nicht richtig vertreten, werden diese Menschen nicht ernst genommen, erlischt über kurz oder lang das Engagement, sich für seinen Ort einzusetzen und das nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch im gesellschaftlichen Bereich und in den Vereinen. Also die Identität dieser Verbandsgemeinde muss beibehalten werden…“

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