Umwelt- und Naturschutz

Als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen sehe ich eine große Aufgabe im Umwelt- und Naturschutz. Diese Überlegungen fangen im privaten Bereich an. Es wäre unverantwortlich gegenüber unseren Kindern, sich keine Gedanken über die Energienutzung und Energiebereitstellung der Zukunft zu machen. Bedenkt man dabei, dass der Lebenszyklus einer Heizungsanlage bei 20 – 25 Jahren liegt, wird schnell deutlich, dass die Auswahl der Technik zukunftsorientiert sein muss. Die fossilen Energieträger sind endlich und werden auch zukünftig nicht preiswerter werden.

Ich möchte die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen gerne in einer Vorreiterrolle oder Vorbildfunktion in Sachen Umwelt- und Naturschutz sehen.
Im Rathaus werden derzeit durchschnittlich 81.000 kWh Strom und bei den Verbandsgemeindewerken rund 1.000.000 kWh Strom benötigt. Diesen Energiebezug möchte ich reduzieren oder verwendete Energien effizienter nutzen. Keine leichte Aufgabe. So bedeutet z.B. die Reduzierung des Strombedarfs im Rathaus um rund 4 % einen „Nullverbrauch“ für die Dauer von 2 Wochen im Jahr. Bei den Verbandsgemeindewerken muss weiterhin die Prozessoptimierung verfolgt werden, um den Energiebedarf zu reduzieren. Ein weiterer Schritt kann auch die effizientere Nutzung von Energie sein. Anlagen der Abwasserbeseitigung könnten mit Wärmetauschern versehen werden und Wärme an nahe Gebäude abgeben. Der Klärschlamm selbst könnte als Biomasse verwendet und zur Energieerzeugung herangezogen werden, wenn geeignete Verfahren vorhanden sind.
Die Reduzierung der Energiekosten kann zu stabilen Preisen bei den Wasser- und Abwassergebühren führen.
Gegenüber der Stadt und den Ortsgemeinden möchte ich die Verbandsgemeinde als Mitinitiator bei kommunalen Projekten sehen. So könnte z.B. die Bereitstellung von öffentlichen Dächern zur Erzeugung von Solarstrom dienen.

Natürlich ist es wichtig, bei allen Umwelt- und Naturschutzgedanken eine Abwägung zwischen Ökologie und Ökonomie vorzunehmen. Umweltschutz muss auch bezahlbar sein. Die Kommunen als Handelnde vor Ort gehören mit zur Zielgruppe vielfältiger Förderprogramme von Bund und Land, die es zu nutzen gilt.

Print Friendly